Ausstellungseröffnung zu 200 Jahre Fotografie und Walter Ballhause in der Fabrik der Fäden
Mit der Sonderausstellung »115/200 - Fotografie | Plauen | W. Ballhause« widmet sich die Fabrik der Fäden ab dem 9. Oktober der Geschichte und Gegenwart der Fotografie. Die Ausstellung ist bis zum 4. Januar 2027 zu sehen und verbindet das 200. Jubiläum der ersten Fotografie mit der Entwicklung der Fotografie in Plauen und im Vogtland.Im Mittelpunkt steht der Fotograf Walter Ballhause, der 1911 geboren wurde und 1991 verstarb. Als bedeutender Vertreter der deutschen Arbeiterfotografie dokumentierte er unter anderem die Plauener Arbeits- und Industriewelt der VOMAG und der späteren Plauener Maschinenbau-Gesellschaft. Als Laborleiter der Vogtländischen Maschinenfabrik war Walter Ballhause zugleich mit jener Industriegeschichte verbunden, die heute in der Fabrik der Fäden erzählt wird. Im Jahr 2026 wäre er 115 Jahre alt geworden - gemeinsam mit dem 200. Jubiläum der Fotografie bilden diese beiden Zahlen den Titel der Ausstellung.
Vor 200 Jahren, im Jahr 1826, entstand mit dem Blick aus einem Arbeitszimmer die erste Fotografie der Geschichte. Der Franzose Joseph Nicéphore Niépce schuf sie mit dem von ihm entwickelten Verfahren der Heliografie. Die Sonderausstellung nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Entwicklung der Fotografie in den vergangenen zwei Jahrhunderten näher zu betrachten und dabei einen besonderen Blick auf Plauen zu richten. Im Vorfeld konnten dafür historische oder aktuelle Fotos von Plauen eingereicht werden, die nun Teil der Ausstellung sein werden.
»Rund 65 Bilder und auch Fotoalben sind dazu bei uns eingegangen. Darunter sind viele interessante Aufnahmen von früher und heute, die teilweise auch einen anderen Blick auf Plauen zeigen. So haben wir Auswahl innerhalb der Ausstellung zusammengestellt, die die Besucher damit selbst mitgestaltet haben«, so Sebastian Dressel, Fachdirektor des Vogtlandmuseums.
Die Schau richtet den Blick zugleich auf die regionale Fotografiegeschichte und ihre Gegenwart. Der seit 80 Jahren bestehende FotoClub Vogtland gibt Einblicke in das fotografische Engagement in der Region und zeigt, wie Fotografie auch abseits bekannter Namen gelebt wird. Historische Kameratechnik aus dem Vogtlandmuseum sowie aus der Sammlung des gebürtigen Plaueners und international tätigen Berufsfotografen Chris Gonz ergänzt die Ausstellung.
»115/200« verbindet somit die Anfänge der Fotografie mit historischen Aufnahmen, regionaler Fotogeschichte und aktuellem fotografischem Schaffen.
Der Eintritt zur Sonderausstellung kostet 7 Euro. Wer gleichzeitig die Dauerausstellung der Fabrik der Fäden besichtigen möchte, zahlt den regulären Eintrittspreis und kann sich beide Ausstellungen anschauen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
Alle Informationen zur Fabrik der Fäden gibt es unter www.fabrik-der-faeden.de