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Datum: 22.09.2026

Millionen-Investition in Haselbrunn-Dobenauareal - Stadtspitze greift am Rückertplatz zum Spaten

Im Fördergebiet »Haselbrunn mit Dobenauareal« stellt die Stadt Plauen die Weichen für die Zukunft: Von 2021 bis 2027 fließen dank des EFRE-Förderprogramms (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) sowie weiterer Mittel der Städtebauförderung WEP (»Wachstum und Erneuerung«) insgesamt rund 15,2 Millionen Euro in die nachhaltige Stadtteilentwicklung. Allein 11,4 Millionen Euro stammen dabei im Rahmen des EFRE-Programms aus Mitteln der EU und des Freistaates Sachsen. Der Eigenanteil der Stadt Plauen beläuft sich auf etwa 2,4 Millionen Euro. Die restlichen 1,4 Millionen Euro sind Mittel aus dem WEP-Programm. Hieraus fließen außerdem bis 2035 abschnittsweise zusätzliche Mittel nach Haselbrunn - die Stadt hatte etwa 10 Millionen Euro beantragt.
Am 22. September setzten Oberbürgermeister Steffen Zenner, Bürgermeisterin Kerstin Wolf und Bürgermeister Tobias Kämpf am Rückertplatz gemeinsam mit Anwohnern und Baubeteiligten den nächsten bedeutenden Meilenstein für das Quartier. Mit dem Spatenstich startet offiziell der Bau für die umfassende Neugestaltung und Aufwertung des zentralen Platzes.
»Wir können sowohl auf bereits fertiggestellte Maßnahmen zurückblicken als auch einen Ausblick auf laufende sowie geplante Maßnahmen im Areal geben. Unter anderem der Markuskirchplatz als Leitprojekt, die Ertüchtigung der Oberschule Friedrich Rückert, die Sanierung der Freizeitanlage Syratal sowie die Einrichtung urbaner Klimainseln gehören dazu. Die Fördermittel sind eine großartige Chance für das Gebiet, die wir bestmöglich nutzen, um zu sanieren und Neues zu schaffen«, so Oberbürgermeister Steffen Zenner.
Bis Ende 2027 müssen nach Vorgabe des Fördermittelgebers alle Maßnahmen abgeschlossen sein.
Die meisten Vorhaben sind bereits im vollen Gange:

Oberschule Friedrich Rückert
Das denkmalgeschützte Gebäude wird seit April 2026 in einem ersten Bauabschnitt energetisch ertüchtigt und saniert. Die geplanten Baumaßnahmen beinhalten eine energetische Ertüchtigung von Dach- und Fassadenflächen sowie den Fenstern. Des Weiteren soll eine Erneuerung der Haustechnischen Anlagen durchgeführt werden. Für den Eigenverbrauch der Schule ist eine Luft-Wasser-Wärmpumpe als Hauptheizung mit Pufferspeicher für die Wärmeerzeugung geplant. Auf dem Dach der Oberschule wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Auch die Sanitäranlagen der Schüler und Lehrer werden saniert und ein neues barrierefreies WC realisiert.
Das gesamte 3. Obergeschoss wird saniert indem neue Fußbodenbeläge, neue Innentüren und neue Unterhangdecken zur Verbesserung der Raumakustik eingebaut werden und die gesamte Elektrik erneuert wird. Auch wird die Brandmeldeanlage im 3. Obergeschoss auf den neuesten Stand gebracht. Im Kellergeschoss werden neue Büroräume für externe Schulmitarbeiter geschaffen.
Die geplanten Gesamtausgaben belaufen sich auf etwa 6,5 Millionen Euro. Davon sind rund 4,88 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Weitere Fördermittel in Höhe von rund 975.000 Euro stammen aus dem Bund-Länder-Programm »Wachstum und nachhaltige Erneuerung« (WEP). Die Stadt trägt einen Eigenanteil in Höhe von rund 650.000 Euro.

Modernisierung der Freizeitanlage Syratal
Die Anlage ist in einigen Bereichen deutlich in die Jahre gekommen, weswegen das Bahnhofsgebäude und der Lokschuppen saniert werden und eine neue Toilettenanlage hergestellt wird. Das Bahnhofsumfeld, die Festwiese und der Spielplatz werden aufgewertet und die Bahnbrücke saniert. Zudem werden marode Bahnschwellen ausgetauscht. Voraussichtlich im Dezember 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden hierfür rund 1,73 Millionen Euro investiert. Davon werden 1,3 Millionen Euro durch EFRE gefördert. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von etwa 433.000 Euro. Geplantes Ende der Baumaßnahme ist Dezember 2027.

Frischekur für den Rückertplatz - mehr Verkehrssicherheit für Kinder
Der Rückertplatz wird heute vor allem durch seinen wertvollen Altbaumbestand geprägt. Gleichzeitig fehlen eine klare räumliche Struktur, attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten und sichere Verbindungen zu den umliegenden Einrichtungen. Besonders die Rückertstraße stellt derzeit eine Barriere zwischen Schulgelände und Park dar und ist zu Stoßzeiten stark befahren. Das soll sich jetzt ändern! Mit der Neugestaltung soll der Rückertplatz wieder stärker in sein städtisches Umfeld eingebunden werden. Auch für die Verkehrssicherheit wird einiges getan und Kinder, Jugendliche und Anwohnerinnen und Anwohner sollen den Platz wieder gerne als Freizeitort in ihrem direkten Wohnumfeld nutzen. Insgesamt sollen hier etwa 835.000 Euro investiert werden. Etwa 626.000 Euro stammen aus dem EFRE- und etwa 125.000 Euro aus dem WEP-Programm. Für die Stadt bleibt ein Eigenanteil von etwa 83.500 Euro. Nachdem am 22. September mit dem Spatenstich die Arbeiten offiziell begonnen haben, ist das Ende für das vierte Quartal 2027 vorgesehen.

Markuskirchplatz: neuer Lieblingsplatz für Freizeit und Begegnung
Der denkmalgeschützte Markuskirchplatz ist ein prägender Ort im Stadtteil Haselbrunn. Im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Haselbrunn wird der rund 9.600 Quadratmeter große Platz für die Einwohner saniert und aufgewertet. Dabei sollen der historische Charakter bewahrt, die Aufenthaltsqualität verbessert und neue Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Insgesamt sollen hier etwa 488.000 Euro investiert werden. Aus dem EFRE-Programm stammen hierfür rund 262.600 Euro Fördermittel und aus dem Bund-Länder-Programm WEP rund 72.700 Euro. Die Stadt Plauen zahlt einen Eigenanteil von etwa 48.500 Euro. Voraussichtlich Ende 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Investition in die Zukunft des Rückert-Hortes
Ziel der Sanierung ist eine energetische Optimierung des Hortgebäudes. Dadurch werden Energieverbräuche und -kosten reduziert. Das Hortgebäude ist zwar verhältnismäßig klein, wies jedoch in der Vergangenheit immer einen hohen Energieverbrauch auf. Im Schnitt war der Wärmeverbrauch für das Hortgebäude pro Quadratmeter fast doppelt so hoch wie in der Grund- und Oberschule. Neben der Steigerung der Energieeffizienz sorgt die Sanierung auch für modern gestaltete Räume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Kinder und ermöglicht durch einen zweiten Rettungsweg die sichere und uneingeschränkte Nutzung des Obergeschosses. Insgesamt sind hierfür Ausgaben in Höhe von rund 347.000 Euro geplant. Das EFRE-Programm unterstützt hier mit rund 260.000 Euro, das WEP-Programm mit etwa 52.000 Euro, sodass ein Eigenanteil für die Stadt von rund 86.600 Euro verbleibt. Voraussichtlich im ersten Quartal 2027 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Umgestaltung Schulgarten der Grundschule Friedrich Rückert
Der vorhandene Schulgarten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Struktur und Nutzbarkeit verloren. Doch für die Kinder ist er eine Besonderheit im Schulalltag. Deswegen wird der Garten ab März 2027 neu gestaltet, um ihn langfristig für die Schülerinnen und Schüler zu erhalten. Der Schulgarten ermöglicht den Kindern, Natur unmittelbar zu erleben, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und Verantwortung für Pflanzen und deren Entwicklung zu übernehmen. Darüber hinaus bietet er Raum für Bewegung, gemeinschaftliches Lernen, Ruhe und Erholung außerhalb des Klassenzimmers. Die Planung für den neuen Schulgarten wird eng mit der Grundschule abgestimmt. Bald heißt es dann: Aussäen, Gießen und Ernten. Insgesamt sind hierfür Ausgaben in Höhe von rund 156.000 Euro geplant. 117.000 Euro übernimmt der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung, etwa 39.000 Euro der Kosten verbleiben bei der Stadt. Im August 2027 soll die Umgestaltung des Schulgartens abgeschlossen sein.

»Dass wir mit den Fördergeldern auch viel für die Rückert Ober- und Grundschule, deren Hort sowie den Schulgarten erreichen können, freut mich besonders. Hier investieren wir in zukunftsfähige Lernumgebungen mit sehr guten Bedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler. Insgesamt profitiert die ganze Familie von den aufwertenden Maßnahmen in Haselbrunn und im Dobenauareal. Die Freizeitanlage Syratal ist zudem ein Anziehungspunkt für Plauenerinnen und Plauener und auch für Gäste unserer Stadt«, so Sozialbürgermeister Tobias Kämpf.

Drei grüne Inseln mitten in der Stadt Plauen
Es wird grün im Stadtgebiet. An der Herderstraße, der Max-Planck-Straße und der Dobenaustraße entsteht jeweils eine Klimainsel für ein besseres Stadtklima. Damit soll möglichen Überhitzungen in den Bereichen entgegengewirkt werden. Gepflanzt werden Bäume, Sträucher und Stauden, die Hitze und Trockenheit gut vertragen. Ziel ist es, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern und die Lebensqualität vor Ort für uns alle zu sichern. Für diese Maßnahme sind insgesamt rund 80.000 Euro vorgesehen. Der Eigenanteil der Stadt Plauen liegt bei 20.000 Euro, die restlichen 60.000 Euro sind Fördergelder aus dem EFRE-Programm. Im November 2027 sollen alle Pflanzungen für die Maßnahme abgeschlossen sein.

Markuskeller - Begegnungsstätte für alle Bevölkerungsgruppen
Bereits abgeschlossen ist die Sanierung des Markuskellers. Zur Neugestaltung und Aufwertung des Begegnungszentrums erfolgte eine grundhafte Erneuerung der bestehenden Kochküche sowie der beiden angebundenen Nebenräume. Es wurde darüber hinaus ein Tresen im anliegenden Bereich zur Ausgabe hergestellt. Zudem wurde ein digitales Schließsystem zur Abgrenzung und Sicherheit der einzelnen Nutzergruppen installiert. Der Hauptzugang des Kinder- und Jugendzentrums hat eine Automatik-Schiebetür erhalten. Die historische Außentür wurde zudem aufgearbeitet. Zur Sicherheit erfolgte an der Ost- und Westseite des Areals eine ergänzende Umzäunung mit einem Drehtor und einer Schiebetoranlage. Träger des Vorhabens ist die Ev.-Luth. Markus-Paulus-Kirchgemeinde Plauen. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf etwa 197.000 Euro. Davon stammen rund 148.000 Euro in Form von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und rund 49.000 Euro aus der Mitfinanzierung durch die Stadt Plauen.

Zusätzlich wird ab Dobenaustraße entlang der Freizeitanlage bis Anschluss Hainstraße in Richtung Stadtpark der vorhandene Weg als Geh- und Radweg neu gestaltet. Hierfür läuft gerade die Planungsphase. Weiterer Teil des Förderprojektes ist es, regenerative Energiequellen für öffentliche Gebäude zu integrieren. Dies wird jeweils mit den laufenden Maßnahmen umgesetzt. So erhält zum Beispiel das Bahnhofsgebäude der Parkeisenbahn eine Photovoltaikanlage, ebenso wie das Dach der Friedrich-Rückert-Oberschule.
Alle Informationen zum Bau der verschiedenen Projekte gibt es unter www.plauen.de/bau-hado und zur Förderung unter www.plauen.de/haselbrunn-dobenau