Erweiterung Stadtbad Plauen
Der Bedarf an Schwimmfläche für Vereins-, Schul- und beispielsweise Reha-Sport sowie für öffentliches Schwimmen in Plauen ist groß. Aus diesem Grund ist im Rahmen des Modellvorhabens ZUKUNFT LEBEN im Plauener Süden die Erweiterung des Stadtbades als eines der drei Großprojekte geplant.
Aktuelle Nachrichten zur Baumaßnahme
Was ist geplant?
Geplant ist ein etwa 60 mal 40 Meter großer Baukörper mit hohem energetischem Standard. Zur Energieversorgung sollen regenerative Energien genutzt werden, unter anderem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schwimmhalle sowie Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Vorgesehen sind:
- ein wettkampfgerechtes Schwimmbecken mit einer Größe von 25 mal 16,67 Metern und einer Tiefe von zwei Metern, einschließlich Gewöhnungstreppe und barrierefreiem Zugang
- ein Hubboden auf einem Drittel der Beckenlänge, der auf eine Mindestwassertiefe von 90 Zentimetern eingestellt werden kann
- zwei große Sammelumkleiden mit jeweils 94 Schränken
- zwei kleine Sammelumkleiden mit 21 beziehungsweise 35 Schränken
- zwei barrierefreie Umkleidekabinen sowie barrierefreie Sanitär- und Duschbereiche
- Zuschauerbänke mit einer Kapazität für 130 Personen für künftige Wettkämpfe
Welche Arbeiten werden aktuell ausgeführt?
Aktuell finden vorrangig Erdarbeiten zur Herstellung der provisorischen Stromleitung statt. In den kommenden Wochen werden an der Hofer Straße die Medien Trinkwasser, Erdgas und Mittelspannung vom Baufeld in den Fußweg umverlegt. Außerdem erfolgt der Rückbau und Abbruch der sichtbaren Edelstahl Zu- und Abluftleitungen. Das Lüftungsprovisorium wird für die Baudauer von ca. 2 Jahren bestehen bleiben.
Zeitplan
- Baustart: 22. Juni 2026
- Baubeginn Schwimmhalle: Ende November 2026
- Bauende: Ende 2028
Kosten
Die Kosten für den Anbau betragen etwa 14,4 Millionen Euro (netto). Davon erhält die Stadt etwa 13 Millionen Euro Förderung von Bund und Land.
Das Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung wird gefördert mit Mitteln des Bundes im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie mit Mitteln der Städtebauförderung des Freistaates Sachsen
Aktuelles zur Baumaßnahme
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Ellen Liebner06.07.2026 Datum: 2026-07-06 07:29:5006.07.2026
Bauarbeiten für Erweiterung des Stadtbades gestartet
Der Bedarf an Schwimmfläche für Vereins-, Schul- und beispielsweise Reha-Sport sowie für öffentliches Schwimmen in Plauen ist groß. Aus diesem Grund ...
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mho © Stadt Plauen14.08.2025 Datum: 2025-08-14 17:30:0014.08.2025
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Nach rund einem Jahr Bauzeit konnte die Turnstraße in Plauen am 14. August eröffnet und für den Verkehr freigegeben werden. Der ...
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30.10.2024 Datum: 2024-10-30 10:00:0030.10.2024
Erweiterung Stadtbad und Turnstraße
Der Baubeginn der Turnstraße erfolgte ab 05.08.2024. Neben Straßenbauarbeiten werden auch die Anlagen der Wasser Ver- und Entsorgung sowie weitere Medien ...
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Stimmen zur Baumaßnahme
„Nach einigen Verzögerungen kann dieses für unsere Stadt wichtige Projekt nun starten. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant. Die kaum noch zu stemmende Auslastung des Stadtbades zeigt uns, dass diese Erweiterung dringend benötigt wird. Plauen als Oberzentrum garantiert bereits jetzt, dass jedes Kind in unserer Stadt Schwimmen lernen kann, ist regelmäßiger Ausrichter zahlreicher Wettkämpfe im Wasser und wird mit diesem Anbau in Zukunft dafür sorgen, dass ein Badbesuch für Schwimmbegeisterte im Freizeitsport wieder unproblematisch möglich sein wird“, so Oberbürgermeister Steffen Zenner.
„Wir sind schon voller Vorfreude auf mehr Platzkapazität für unsere Nutzergruppen. Um den Badebetrieb während der ersten Bauarbeiten nicht zu beeinträchtigen, wird hierfür die turnusmäßige Schließzeit unseres Stadtbades genutzt. Durch die Erweiterung werden viele Belegungsprobleme der vergangenen Jahre behoben und auch neue Nutzungsmöglichkeiten für Vereine und den öffentlichen Badebetrieb ermöglicht“, so Ronny Adler, Geschäftsführer der Bäder Plauen GmbH.
Hintergrund Erweiterung Stadtbad
Grundlage für das Projekt war eine Entwurfsstudie von 2018, welche den Anbau in südwestlicher Richtung des Bestandsbaus vorsah. Zur Schaffung des erforderlichen Baurechts sowie zur Neuordnung der Verkehrssituation wurde am 20. Oktober 2020 der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans gefasst und dieser nach Durchführung eines zweistufigen Regelverfahrens am 31. Januar 2023 als Satzung beschlossen.
Der ursprünglich geplante Standort verlangte eine umfangreiche Verlegung von Wasser- und Abwasserleitungen, welche erst mit genauerer Untersuchung des Bestandes erörtert werden konnte. Nach umfangreichen Voruntersuchungen und Abstimmungen mit dem Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland sowie Variantenuntersuchungen wurde festgestellt, dass mit der geplanten Variante deutliche Kosten- und Bauzeiterhöhungen einhergehen würden.
Aufgrund einer anstehenden Bauzeitverlängerung von etwa zwei Jahren und Kostenerhöhungen von mindestens 7 Millionen Euro netto musste die Stadt weitere Varianten bezüglich Bauzeit und Standort untersuchen lassen. Unter Berücksichtigung der gesetzten Ziele wurde das Projekt im Raumprogramm reduziert. Der einzig mögliche Alternativstandort des Neubaus wurde in den Vorbereich des bestehenden Stadtbades gelegt. Da diese Variante nach dem bestehenden Bebauungsplan nicht genehmigungsfähig ist, musste dieser in einem Änderungsverfahren angepasst werden.
Vorrangiges Ziel des Änderungsverfahrens war die Anpassung des Baufeldes, um die neue Einordnung des Baukörpers zwischen Bestandsgebäude und Hofer Straße zu ermöglichen. Die planerische Grundkonzeption mit künftiger Erschließung des Stadtbades über die Fabrik- und Turnstraße sowie die Abbindung der Straße „Am Elsteranger“ bleiben bestehen.
Anfang 2026 konnten die Öffentlichkeit sowie die betroffenen Behörden und Träger ihre Stellungnahmen abgeben. Die Ergebnisse der Abwägung der Anregungen hat der Stadtrat in seiner Sitzung vom 19. Mai beschlossen. Die 1. Änderung des Bebauungsplanes in der Fassung vom 2. April 2026 wurde als Satzung in der Stadtratssitzung vom 30. Juni beschlossen.
Für die Öffentlichkeit wurde im Vorfeld der Bürgerbeteiligungsveranstaltung vom 20.07.2021 eine Umfrage gestartet. Die Auswertung der Umfrage und nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Kosten und Förderung
Der Deutsche Bundestag hat Plauen für die Teilnahme an einem Programm zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sieben Kommunen – Hamburg, Saarbrücken, Rostock, Erfurt, Plauen, Coswig und Duisburg – umgesetzt.
Das Projekt „Zukunft Leben im Plauener Süden“ ist ein Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung, gefördert mit Mitteln des Bundes im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie mit Mitteln der Städtebauförderung des Freistaates Sachsen.
Das Modellvorhaben ist mit insgesamt 50 Millionen untersetzt. Der Bund unterstützt die Stadt mit 25 Millionen und das Land Sachsen mit 20 Millionen Euro Fördermittel. Die Stadt Plauen trägt einen Eigenanteil von 5 Millionen Euro.