Fast ein Dreiviertel erreicht, aber noch nicht am Ziel - Spendenaufruf zum Projekt "Bruchstelle 1938" stößt auf große Resonanz
Fast 100 Spenden sind bislang (Stand 24.05.24) auf dem Konto der Crowdfunding-Kampagne des Projektes "Bruchstelle 1938" eingegangen und damit über 11.000 Euro erreicht, mithin fast ein Dreiviertel des angestrebten Spendenvolumens von 15.000 Euro. Das Vorhaben der Stadt Plauen unter Federführung der Kulturbürgermeisters Tobias Kämpf, ein unter Denkmalschutz gestelltes Mauerrelikt der 1938 zerstörten Plauener Synagoge zu retten und einen Gedenkort einzurichten, ist damit schon einen wichtigen Schritt vorangekommen.
"Besonders erfreulich ist es, dass bspw. Plauener Kirchgemeinden wie die Versöhnungskirche ihrerseits kleine Sammlungen organisieren und eine gemeinsame Spendensumme generieren. Auch von der Adventgemeinde als direktem Anlieger ging eine beträchtliche Summe ein. Diese Beispiele stehen jedoch stellvertretend für viele erfreuliche Zuwendungen von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen. Dieses Engagement beeindruckt uns", so Bürgermeisters Tobias Kämpf.
Der voraussichtliche Eigenanteil an den Projekt-Gesamtkosten von voraussichtlich 100.000 Euro, der mit dem Crowdfunding finanziert werden soll, ist damit zumindest in greifbare Nähe gerückt, jedoch wird noch ein Weg zu gehen sein, um diesen Mindestbetrag mit vereinten Kräften zu erreichen oder möglichst zu übertreffen. Sollte es nicht gelingen, die Spendensumme zu generieren, würden alle Spenderinnen und Spender ihre Zuwendung zurückerhalten. So sehen es die Regeln des „Viele schaffen mehr“-Portals vor. Das Crowdfunding wird von der betreuenden Volksbank Vogtland-Saale-Orla eG mit einem Co-Funding aufgestockt, das gegenwärtig 365 Euro beträgt.
„Je mehr Spenden über 20 Euro von verschiedenen Seiten eingehen, umso höher fällt die Aufstockung der Bank aus. Spenden kann man über das Portal vornehmen oder, gerade wenn man nicht mit dem Internet verbunden ist, auch als Direktspende über die Bankverbindung“, führt Projektkoordinator Clemens Uhlig weiter aus.
Das Crowdfunding läuft noch bis 8. Juli 2024. Dann wird sich zeigen, ob es gelungen ist und wie hoch die Spendensumme ausfällt. Es war eine kleine Sensation, als ein Mauerrest der 1938 zerstörten Plauener Synagoge identifiziert und 2021/22 unter Denkmalschutz gestellt werden konnte. Doch das Relikt ist stark versehrt und bedarf einer fachmännischen Sicherung. An dieser Stelle soll ein öffentlicher (Ge-)Denkort entstehen, wo Erinnerung an ein bedeutendes Bauwerk und das jüdische Leben in Plauen stattfinden kann, aber auch Begegnung und Dialog.
Projektseite: www.plauen.de/bruchstelle1938
Link zum Spendenportal: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/bruchstelle1938-plauen
Bankverbindung für Direktspenden:
Kontoinhaber: VR Payment für Viele schaffen mehr
IBAN: DE33660600000000137749
BIC: GENODE6KXXX
Verwendungszweck: P25456 - BRUCHSTELLE 1938 - Rettung eines Reliktes der ehem. Plauener Synagoge