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Datum: 13.03.2026

Kommunaler Gleichstellungsbeauftragter hielt Rede bei Frauenstreik in Plauen

Rund 120 Frauen versammelten sich am Montag (9. März) auf dem Theaterplatz in Plauen, um im Rahmen des bundesweiten Frauenstreiks auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen.

Auch der kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Plauen, Lars Buchmann, war vor Ort und hielt eine Rede zum Internationalen Frauenkampftag.

In seinem Beitrag betonte er, dass Gleichstellung weiterhin keine Selbstverständlichkeit sei:

„Wir stehen heute nicht hier, weil ein Datum im Kalender steht, sondern weil Gleichstellung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist“, erklärte er vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Lars Buchmann verwies darauf, dass ein großer Teil gesellschaftlich wichtiger Arbeit – insbesondere Sorgearbeit, Pflege, Kindererziehung und soziale Unterstützung – weiterhin überwiegend von Frauen geleistet werde. Gleichzeitig seien strukturelle Ungleichheiten nach wie vor Realität.

Der kommunale Gleichstellungsbeauftragte machte deutlich, dass Gleichstellung nicht nur ein politisches Thema sei, sondern die gesamte Gesellschaft betreffe:

„Wenn Frauen wirtschaftlich unabhängig sind, wenn sie sicher leben können und ihre Arbeit anerkannt wird, profitieren Familien, Kinder und unsere ganze Gesellschaft.“

Lars Buchmann verwies zudem auf die Bedeutung kommunaler Gleichstellungsarbeit und unterstrich, dass Gleichstellung ein gesetzlicher Auftrag sei.

„Gleichstellung ist kein Hobby und kein Nischenthema. Sie ist gesellschaftlicher und politischer Auftrag – auch hier vor Ort“, so Lars Buchmann.

Neben Redebeiträgen standen bei der Veranstaltung Forderungen nach fairen Löhnen, einer gerechteren Verteilung von Sorgearbeit sowie nach mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung wurde vom Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Vogtland organisiert und folgte einem Aufruf des bundesweiten „Töchter-Kollektivs“.

Der Frauenkampftag am 9. März macht auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam und setzt sich für gleiche Rechte, gleiche Chancen und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen ein.