Plauen bewirbt sich für das Programm der Städtebauförderung »Wachstum & Erneuerung« (WEP) in Haselbrunn
Oberbürgermeister Steffen Zenner kämpft für eine Aufbruchsstimmung im Stadtteil Haselbrunn. Das Quartier ist Schwerpunkt der Stadtentwicklung. Mittels verschiedener Förderprogramme ist geplant, mit einem Maximum an finanzieller Unterstützung das Gebiet nachhaltig zu entwickeln, umzugestalten und aufzuwerten.
Für Haselbrunn gibt es bereits Fördermittel aus den Programmen „Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF Plus).
Mit einer weiteren Gebietskulisse in Haselbrunn hat sich die Stadt bereits 2023 und 2024 für das Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WEP)“ beworben und wurde Ende Oktober 2024 zum zweiten Mal abgelehnt. Das bedauern in der Stadt darüber ist sehr groß.“ In mehreren Gesprächen mit dem Sächsischen Staatsministerium (SMR) und der Sächsischen Aufbaubank (SAB) wurden die Gründe für die neuerliche Ablehnung erörtert und diskutiert.
„Wir haben den Antrag sowie das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEKo) Haselbrunn 2025 – 2039 bis kurz vor Abgabe überarbeitet, sodass wir die geforderten Unterlagen pünktlich zum 31. Januar einreichen konnten. So wurden beispielsweise die Zielaussagen reduziert und angepasst. Gleichzeitig fanden die Einzelvorhaben eine konkretere Zuordnung zu den Zielaussagen. Wir haben die Vorhaben neu geordnet, strukturiert und uns auf vier Ziele beschränkt und sind zuversichtlich, dass der Antrag nun bewilligt wird. Zudem bedankt sich die Stadt Plauen bei der SAB und dem Ministerium für die konstruktive Zusammenarbeit“, so Markus Löffler, Fachbereichsleiter Stadtplanung, Bauordnung und Umwelt.
Geplante Projekte sind unter anderem die Sanierung der Friedrich-Rückert-Oberschule sowie der Neubau der Feuerwache Plauen Stadtmitte.
Mit den Fördermitteln von WEP soll der bezuschusste Teil von 75 Prozent des bereits bewilligten Förderprogramms EFRE auf 90 Prozent aufgestockt werden. Der Eigenanteil der Stadt bleibt somit am geringsten. Neben dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF plus) sollen die Vorhaben für Haselbrunn somit durch die Überlagerung eines dritten Förderprogramms finanziert werden. Das EFRE-Programm läuft bis 2027. Zehn Millionen Euro Finanzhilfen hat die Stadt im Rahmen von WEP beantragt.
Die Förderprojekte sind bis 2029 im städtischen Haushalt verankert und laufen teilweise bis 2039.
Bis voraussichtlich Ende Oktober 2025 fällt die Entscheidung, ob Plauen den Zuschlag für das Bund-Länder-Programm WEP erhält. Bis dahin bereitet die Stadt die geplanten Maßnahmen schon vor, um bei einem positiven Bescheid direkt beginnen zu können.
Oberbürgermeister Steffen Zenner: „Wir geben nicht auf und hoffen sehr auf eine positive Nachricht bis Ende Oktober. Haselbrunn bekommt so die Chance, auf neue Füße gestellt zu werden. Der Stadtteil befindet sich in einer Aufbruchsstimmung, die durch Fördermittel weiter vorangetrieben werden würde. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen hat das Ziel, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen mehr zusammenwachsen und zusammen ihren Stadtteil gestalten.“
In einer Sondersitzung des Plauener Stadtrates am 28. Januar wurde der Antrag für das Bund-Länder-Programm WEP einstimmig beschlossen und wurde am 31. Januar fristgerecht abgegeben.