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Datum: 26.10.2026

»Das lässt einen nicht mehr los« - Lesung mit Dr. Nancy Aris

Im Rahmen der Beratung zur Rehabilitierung von SED-Unrecht am 1. Oktober im Plauener Rathaus bietet die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Nancy Aris, ein kostenloses Zusatzprogramm an. Am 10. November findet im Quartier 30 um 17 Uhr eine Lesung von Dr. Nancy Aris aus ihrem Buch »Das lässt einen nicht mehr los: Opfer politischer Gewalt erinnern sich« statt. Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
Dr. Nancy Aris ist Historikerin und Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie wurde 1970 in Ost-Berlin geboren und studierte nach dem Mauerfall Russistik, Polonistik und Neueste Geschichte in Berlin, Moskau und Wroclaw. Ihre Promotion widmete sie der Geschichtsschreibung im Stalinismus. Seit 2003 war sie stellvertretende Landesbeauftragte, 2021 übernahm sie das Amt der Landesbeauftragten; im März 2026 wurde sie für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören die Beratung politisch Verfolgter, historisch-politische Bildung, die Förderung von Forschung, Gedenkstätten und Aufarbeitungsprojekten sowie die Vermittlung von DDR-Geschichte an jüngere Generationen. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zur SED-Diktatur und zur Geschichte politischer Verfolgung.
Zum Buch:
Wie erinnern sich Menschen an politische Verfolgung, Lagerhaft und den Verlust ihrer Heimat? In diesem Buch erzählen 32 Frauen und Männer ihre persönlichen Lebensgeschichten. Sie berichten von ihrer Haft in sowjetischen Lagern, von Zwangsaussiedlungen im Grenzgebiet der DDR sowie von Gefängnisstrafen wegen Protestaktionen oder Fluchtversuchen. Nancy Aris hat eine Vielzahl solcher Lebensgeschichten durchgesehen, fesselnde Passagen ausgewählt und erneut mit den Frauen und Männern hinter diesen Geschichten gesprochen. Ihre eindringlichen Porträts geben Einblicke in persönliche Erfahrungen von Unrecht, Angst und Entrechtung, erzählen aber auch von Zusammenhalt, Mitmenschlichkeit und Hoffnung. Aus Interviews und Gesprächen mit den Betroffenen sind bewegende Lebenszeugnisse entstanden, die durch zahlreiche Fotos und Dokumente ergänzt werden.