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Datum: 02.07.2024

Fazit nach mehrtägigem Großbrand in Kauschwitz an der Schöpsdrehe

Am 26. Juni wurde die Plauener Feuerwehr um 12.11 Uhr zu einem Großbrand an der Plauener Schöpsdrehe gerufen. Ein Strohlager stand in Vollbrand und die Rauchsäule war weit sichtbar. Das Hauptproblem hierbei war, dass sich das brennende Stroh in einem Unterstand aus Stahl befand. Die Gefahr des Einsturzes sowie die enorme Wärmestrahlung ließen ein Betreten des Unterstandes nicht zu. Zudem galt es, die Gefahr der Brandausbreitung zu verhindern.
Durch die alarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Ortsfeuerwehren Kauschwitz, Zwoschwitz, Straßberg-Neundorf, Plauen-Stadtmitte und Jößnitz wurden umgehend Löschmaßnahmen eingeleitet und eine stabile Wasserversorgung aufgebaut. Dazu wurden im weiteren Verlauf die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Oelsnitz und Pausa nachalarmiert. Über 3.000 Meter Schlauch wurden für die Löscharbeiten verlegt und knapp 25 Feuerwehrfahrzeuge waren insgesamt im Einsatz.
Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten Wirkung und eine Ausbreitung des Feuers auf die umliegenden Felder konnte verhindert werden. Somit konnten vereinzelte Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen.
Die Löschmaßnahmen zogen sich bis zum Donnerstagmorgen (27. Juni) hin. Im Tagesverlauf wurden die Nachlöscharbeiten durch die Berufsfeuerwehr sowie die Ortsfeuerwehren Thiergarten und Stöckigt übernommen. Diese gestalteten sich schwierig, da das teilweise brennende Stroh mühsam mittels Bagger und Radlader auseinandergezogen werden musste. Eine Brandwache in dieser Nacht wurde durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges der Berufsfeuerwehr gestellt.
Im Verlauf des Freitags (28. Juni) wurden die Restlöscharbeiten durch die Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Großfriesen durchgeführt. Auch hier galt es, das Stroh auseinanderzuziehen, um Glutnester abzulöschen. Eine Brandwache in den Nachtstunden wurde, wie am Tag zuvor, durch das Tanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr gestellt.
Am Samstag (29. Juni) gegen 9 Uhr konnte final gemeldet werden, dass das Feuer gelöscht ist. Insgesamt waren rund 100 Kameraden der Feuerwehren bei einer Einsatzdauer von ungefähr 70 Stunden im Einsatz.
In Zusammenarbeit mit dem Kreisbrandmeister wurde die umliegende Bevölkerung mittels Warn-App »NINA« vor Gesundheitsgefahren infolge des Brandrauches informiert. Die alte Jößnitzer Straße musste für den Verlauf des Einsatzes gesperrt werden. Der Gemeindliche Vollzugsdienst der Stadt unterstütze ebenfalls den Einsatz.
»Der Einsatz hat den Kollegen und den Kameradinnen und Kameraden viel abverlangt. Teilweise herrschten Temperaturen von 30 Grad im Schatten. Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde und können uns für die hervorragende Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Gemeindlichen Vollzugsdienstes nochmals herzlich bedanken«, so Dr. René Schreiter, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung.