OB appelliert: Demokratie verteidigen, wählen gehen
Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer appelliert an seine Plauenerinnen und Plauener:»Nehmen Sie Ihr Recht auf Teilnahme an den freien, geheimen und demokratischen Wahlen wahr - für Europa, den Kreistag, den Stadtrat und die Ortschaftsräte. Beim Kreistag richtet sich die Anzahl der Räte, die die Interessen der Stadt Plauen vertreten, nach der Anzahl der an der Wahl Beteiligten. Eine hohe Beteiligung an der Wahl bedeutet viele Sitze für Plauener Vertreter im Kreistag.
Plauen muss ein starkes Oberzentrum in einem starken Vogtland bleiben. Entsprechend gut und zahlenmäßig stark sollte das Oberzentrum Plauen im künftigen Kreistag präsent sein.
Und noch eine weitere Bitte richte ich an Sie: Prüfen Sie bitte sehr genau, wem Sie Ihre Stimme geben.
Plauen hat sich in den zurückliegenden Jahren seit der Friedlichen Revolution toll entwickelt. Schauen Sie sich unsere Stadt an: Sie blüht im wahrsten Sinne des Wortes.
Von den 19 Schulen in Plauen sind 16 saniert oder teilsaniert. Das Hauptstraßennetz ist in Ordnung gebracht, das Stadtzentrum ist modern und einladend, auf den neuen Campus mit den Schlossterrassen können wir stolz sein. Wir haben ein schönes Hallenbad mit Saunabereich, zwei Freibäder, zahlreiche Sportstätten. Unsere Straßenbahn bringt uns von einem Ende der Stadt zum anderen. Mit der Neuordnung des Nahverkehrs im Vogtland ab Herbst dieses Jahres wird sich die Verkehrsanbindung unserer ländlichen Ortsteile maßgeblich verbessern. Wir können ein umfangreiches Kulturangebot nutzen und wir haben ein starkes bürgerschaftliches Engagement pro Plauen.
Viele kommunalpolitische Entscheidungen galt es für diese positive Entwicklung unserer Stadt und der Region zu treffen. Das alles dürfen wir uns nicht schlechtreden oder schlechtreden lassen.
Vertrauen Sie daher den Partnern, die in den letzten Jahren im Rat unser Plauen zusammen mit Stadtverwaltung und Oberbürgermeister entwickelt und gestaltet haben. Hinterfragen Sie jene kritisch, die lautstark Stimmungen anheizen, aber keine Lösungen präsentieren.
Demokratie bedeutet einander zuzuhören, gemeinsam Probleme zu lösen und immer Kompromisse zu finden. Und selten ist der demokratische Weg der kürzeste. Dennoch bin ich überzeugt, dass es zur Demokratie keine Alternative gibt. Aber schon lange nicht war Demokratie so stark gefährdet wie derzeit.
Vor 30 Jahren haben wir für Demokratie und die damit verbundenen Freiheiten demonstriert, denn dort, wo wir vor 30 Jahren herkamen, gab es keine demokratischen Grundrechte. Daher hoffe ich auf eine hohe Wahlbeteiligung, ich hoffe auf ein klares JA zur Demokratie und zu Europa.«