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Datum: 20.09.2019

Plauen im Wandel - Pläne für 50-Millionen-Modellprojekt im Bürgerinfoabend in der Festhalle

Ein besonders schönes Kompliment für alle Plauener kommt von einem Jenaer, der als junger Mann hier in der Berufsschule war: »Eine wunderschöne Stadt haben Sie. 1959 bis 1961 habe ich in Ihrer Stadt die Berufsschule besucht. Vom Bahnhof kommend waren damals noch die Folgen des Krieges zu sehen. Nun hatte ich im Rahmen einer Geburtstag-Feier das Glück, Ihre Stadt wieder zu sehen. Ich habe nur ansatzweise das alte Plauen wieder erkannt. Wie solide und liebevoll Sie die Altstadt restauriert haben, ist besonders hervorzuheben.«
Diese Arbeit geht natürlich auch weiter und gipfelt aktuell in der Fördermaßnahme »Zukunft Leben - Modellkommune Plauen«, bei der die Stadt als eine von 6 Kommunen mit einem Millionenbetrag von Bund und Land gefördert wird.

Ein Bürgerinfoabend dazu findet am 24. September um 19 Uhr in der Festhalle statt. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer lädt alle Interessierten herzlich dazu ein. Er und Mitarbeiter der Verwaltung informieren zu den Vorhaben.
Zunächst wird Stadtplaner Martin Rink in das Thema einführen und einen Gesamtüberblick zum Projekt geben. Danach informieren Mitarbeiter der Verwaltung zu den Plänen und beantworten Fragen. Sie stehen für Diskussionen zur Verfügung.
Am Ende gibt es für alle ein Resümee. Die einzelnen Projekte sollen später - kurz vor und während der Umsetzung -detaillierter vorgestellt werden.

Interessierte können sich noch anmelden: telefonisch unter 03741/291-1621 oder per Email an renate.oertel@plauen.de
Bislang haben sich 29 Bürger angemeldet.

Vorgestellt werde die fünf maßgeblichen Vorhaben:
1. Sporthallenbau am Lessing-Gymnasium (Dreifeldsporthalle)
2. Erweiterung Stadtbad Plauen unter Nutzung regenerativer Energien
3. Sportanlagenkomplex an der Kemmlerschule
4. Vernetzung der Ortsteile, e-Zukunft und Mobilitätsformen
5. Aufwertung und Umstrukturierung brachliegender Flächen im Mammengebiet

Plauen erhält voraussichtlich rund 50 Millionen Euro, die in den nächsten sieben Haushaltsjahren - beginnend 2020 bis 2026 - mit geringem Eigenanteil investiert werden können.
Grundlage für die Fördergelder ist ein Beschluss des Deutschen Bundestags vom November 2018, der Plauen als eine von sechs Modellkommunen auserkoren hat und mit 25 Millionen Euro für Bauinvestitionen fördert. Nochmal so viel Geld soll aus den jeweiligen Ländern aus Landes- und Kommunalmitteln bereitgestellt werden. Plauen rechnet mit einer Sonderförderung von 90 Prozent der förderfähigen Kosten.
Beworben hat sich Plauen mit dem Städtebauprojekt »ZUKUNFT LEBEN im Plauener Süden«. Erstmals öffentlich vorgestellt wurde das komplexe Konzept im Stadtrat Anfang September.


Hintergrund:
Grundlage der Förderung ist der Koalitionsvertrag vom Bund, das Konzept Modellprojekt Städtebauförderung - Modellkommune Plauen »Historische Wurzeln innovativ aktivieren - Stadtperipherie sozial stärken«. Die Förderung zielt auf eine Gebietsförderung ab.
In den Modellkommunen sollen davon unabhängig Strategien für eine nachhaltige Stadtentwicklung erprobt werden. Bedingung ist in den Projekten die Beachtung von klimagerechtem Umbau, Infrastruktur für neue Mobilitätsformen und beispielhaftes Nebeneinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe.