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Datum: 04.01.2018

Presseerklärung der Stadt Plauen, Bürgermeister Steffen Zenner, zuständig u.a. für Soziales, im Zusammenhang mit dem Brand in der Trockentalstraße 86 in Plauen

Plauen ist eine soziale Stadt. Das soziale Gefüge für Menschen in Not funktioniert, erst recht im Ernstfall. Das hat sich im Zusammenhang mit dem schweren und bedauerlichen Brand in der Trockentalstraße 86 Ende der vergangenen Woche gezeigt. Es ist gut und wichtig und natürlich richtig, dass die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis zahlreiche soziale Angebote vorhalten und hierfür finanzielle Zuschüsse geben, denn in Notfällen können wir darauf zurückzugreifen. Dies hat sich als besonders wichtig in der Notsituation erwiesen, als wir Familien, die ihre Bleibe und ihr Hab und Gut durch den genannten Brand verloren hatten, ein Obdach und Notversorgung anbieten konnten. Wir verurteilen jegliche Handlungen, die Menschenleben in Gefahr bringen.

Wie ist der derzeitige Stand.
Bis zum heutigen Tag waren 25 der Bewohner der Trockentalstraße 86 im ehemaligen Wohnheim des Vogtlandkreises in Rodewisch untergebracht. Heute wurden die Personen mit Unterstützung des Sozialarbeiters der Stadt Plauen und der Plauener Berufsfeuerwehr wieder nach Plauen in Notunterkünfte der Stadt Plauen gebracht. Zwei der Bewohner des Hauses Trockentalstraße 86 sind bereits seit dem Brand in einem Plauener Pflegeheim untergebracht. Weitere Bewohner fanden Unterschlupf bei Freunden, Familie oder Bekannten. Im Haus in der Trockentalstraße 86 befanden sich zum Brandzeitpunkt weitere Personen, die allerdings im Haus nicht gemeldet waren. Diese können in ihre Unterkünfte, in denen sie gemeldet sind zurückkehren bzw. sind bereits zurückgekehrt.

Hilfsaktionen - Wohnraum gesucht
Inzwischen haben die Stadt Plauen zahlreiche Hilfsangebote erreicht. Allen Hilfsbereiten dafür ein herzliches Dankeschön. Dies macht deutlich, wie groß die Hilfsbereitschaft in der Plauener Bevölkerung ist. Dringendster Bedarf besteht derzeit darin, Wohnraum für größere Familien zu finden, damit sie wieder in ein privates Wohnumfeld umziehen können.
Mit dem Umzug aus dem Wohnheim in Rodewisch in die Unterkunft in Plauen erhielten alle Personen zunächst behelfsmäßigen Wohnraum, Kleidung und auch Lebensmittel. Für Kleidung und Nahrung wird über die Plauener Tafel und die Kleiderkammern gesorgt.
Einrichtungsgegenstände können über das soziale Möbellager zur Verfügung gestellt werden.
Auch erhalten die Betroffenen Unterstützung beim Jobcenter der Arbeitsagentur, um Sozialleistungen zu beantragen und werden dabei durch den Sozialarbeiter der Stadt Plauen begleitet.
Welcher Hilfebedarf über diese öffentlichen Angebote hinaus bestehen und durch private Sammelaktionen gedeckt werden könnte, wird nun erst ermittelt, wenn die Familien wieder in Plauen sind. Zudem hatten die Bewohner am heutigen Tag für rund eine Stunde die Möglichkeit, persönliche Dinge aus dem Brandhaus zu holen. Wenn entsprechender Bedarf besteht, stellt die Stadt Plauen dann auch für diese privaten Spendensammlungen einen Raum zur Verfügung.