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Datum: 22.10.2026

Städtische Online-Dienste nach Sicherheitswarnung größtenteils wieder erreichbar

Nach der vorsorglichen Abschaltung mehrerer Online-Dienste der Stadt Plauen am Mittwoch (21. Oktober) sind die meisten Angebote inzwischen wieder erreichbar. Die städtische Website sowie die Internetseiten der angeschlossenen Einrichtungen und Eigenbetriebe gingen gegen 18 Uhr wieder online. Die Online-Terminvergabe war bereits ab 16.50 Uhr wieder vollständig einsatzfähig.

Auslöser für die Abschaltungen war eine weltweite Sicherheitswarnung zu mehreren kritischen Schwachstellen in der Programmiersprache PHP, die bei zahlreichen Internetanwendungen zum Einsatz kommt. Am Mittwoch um 14.12 Uhr erhielt die Stadt über den Sicherheitswarndienst SAX.CERT des SID (Sächsische Informatik Dienste, zentraler IT-Dienstleister für die sächsische Landesverwaltung) entsprechende Informationen. Die gemeldeten Sicherheitslücken könnten es Angreifern ermöglichen, auch ohne Anmeldung aus der Ferne Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Die Angriffswahrscheinlichkeit wurde als hoch, die mögliche Schadenshöhe als mittel bis hoch eingestuft.

Um die städtischen Systeme und insbesondere sensible Daten zu schützen, reagierte die IT umgehend. Bereits um 14.30 Uhr wurden erste Anwendungen vorsorglich abgeschaltet. Um 14.57 Uhr sperrte auch der zuständige Webhoster den Zugriff auf die städtischen Internetseiten. Damit waren unter anderem die Website der Stadt Plauen sowie die Internetauftritte der Fabrik der Fäden, der Vogtlandbibliothek und des Vogtlandkonservatoriums vorübergehend nicht erreichbar.

Nachdem ab 16.05 Uhr erste Sicherheitsupdates zur Verfügung standen, begannen die zuständigen IT-Fachleute mit deren Installation und der schrittweisen Wiederinbetriebnahme. Die Online-Terminvergabe wurde um 16.19 Uhr aktualisiert und war ab 16.30 Uhr wieder erreichbar. Um 16.50 Uhr stand sie wieder vollständig zur Verfügung. Gegen 18 Uhr konnten auch die städtischen Internetseiten wieder freigeschaltet werden.

»Bislang liegen keine Hinweise auf einen tatsächlichen Angriff auf die städtischen IT-Systeme vor. Durch die frühzeitige und vorsorgliche Abschaltung konnte das Risiko eines möglichen Angriffs während der bekannten Sicherheitslücke deutlich reduziert werden«, so Stefan Wolf, Fachgebietsleiter der Informationstechnik.