Willkommens- und Begegnungstreffen für ukrainische Familien am 13. Mai 2022
»Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Plauen, den unzähligen freiwilligen Helfern sowie den zuständigen Ämtern und Behörden versuchen wir, den Flüchtlingen aus der Ukraine das Ankommen in unserer Stadt zu erleichtern und sie bei vielen Fragen tatkräftig zu unterstützen«, so Bürgermeister Tobias Kämpf. Etliche Familien aus der Ukraine haben sich Plauen als neuen Lebensmittelpunkt ausgewählt. Über 70 Plauener haben ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, den geflüchteten Familien aus der Ukraine zu helfen. Sie möchten sich als Paten engagieren und den Flüchtlingen aus der Ukraine das Ankommen erleichtern.Um die ukrainischen Familien in der Stadt Plauen zu begrüßen, lädt Bürgermeister Tobias Kämpf am 13.Mai 2022 um 17 Uhr in die Versöhnungskirche, Friesenweg 171 zum Willkommens- und Begegnungstreffen ein.
An diesem Abend können sich ukrainische Familien und deutsche Paten kennenlernen. Das soll in ungezwungener und gemütlicher Atmosphäre stattfinden. Gemeinsam soll es gelingen, mögliche Patenschaften auf den Weg zu bringen. Mit vergnüglichen Runden zur Begegnung, mit Speisen und Getränken, mit Spiel und Musik und mit einem freundlichen Lächeln zur Überwindung möglicher Sprachbarrieren wollen wir das Kennenlernen erleichtern.
Die Plauener beweisen ihre Hilfsbereitschaft den ukrainischen Flüchtlingen gegenüber durch diverse Aktivitäten. Auf dem Spendenkonto, das kurz nach Ausbruch des Krieges eingerichtet wurde, sind über 25.000 Euro eingegangen. Damit werden Hilfslieferungen in die befreundete Stadt Solotonoscha auf den Weg gebracht, um die Menschen in dieser Stadt mit humanitären Hilfsgütern zu unterstützen.
Auch das Portal für Sachspenden wird sehr gut genutzt. Im Beratungs- und Informationszentrum für ukrainische Flüchtlinge (BIZU) engagieren sich ehrenamtliche Helfer und Übersetzer seit mehreren Wochen. An jeweils sechs Tagen in der Woche öffnet das »BIZU« seine Türen. »Hier verbinden sich herzliche Willkommenskultur mit sachlicher Information, Verbundenheit mit Hilfsbereitschaft und Grenzenlosigkeit mit Plauener Charme«, so Bürgermeister Tobias Kämpf.
Er ergänzt: »Die Geflüchteten haben in den zurückliegenden Tagen und Wochen viel Leid erfahren müssen. Sie haben Angriffe auf Städte erlebt, sie haben Bilder des Grauens gesehen, sie haben möglicherweise Angehörige und Freunde verloren.
Der Krieg hat viele Familien gezwungen, ihr gewohntes Leben aufzugeben. Ihre Kinder können nicht mehr in der Schule lernen. Sie haben ihre Wohnung und ihre Arbeit verloren. Sie haben ihre Heimat verlassen müssen, um in Sicherheit und Frieden zu sein.
Diese Situation ist für uns kaum vorstellbar. Die Welt ist schockiert von einem Krieg, der mitten in Europa passiert.
Die Veränderungen, die sich derzeit politisch, wirtschaftlich und technologisch vollziehen, werden für die Zivilgesellschaft in unserer Stadt gerade jetzt besonders greifbar, spürbar und erlebbar. Diese ,Transformation', dieser Wandel, findet in allen Bereichen des Lebens statt. Während dieses Prozesses ist das Engagement der Menschen ebenso riesig wie die daraus erwachsenen Ängste und Unsicherheiten. Deshalb ist es so bedeutsam zu erleben, welche großartigen Leistungen die Bürgerschaft unserer Stadt in diesem Prozess erbringt und sich in diesem Wandel aktiv und bewusst einbringt.«