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Datum: 30.06.2026

Anfrage im Finanzausschuss - Sanierungsarbeiten am Fußweg des Pflegeheims am Goethepark

Anfrage Danny Przisambor, sachkundiger Einwohner, in der Sitzung des Finanzausschusses der Stadt Plauen vom 07.05.2026, TOP 5. Anfragen, öffentlicher Teil:

Danny Przisambor, sachkundiger Einwohner, spricht die Sanierungsarbeiten am Fußweg beim Pflegeheim am Goethepark, zwischen Breitscheidstraße und August-Bebel-Straße, an. Er fragt, ob es sich hierbei um eine städtische Maßnahme handele und erkundigt sich weiter, ob die neue Beleuchtung insektenfreundlich gestaltet werde. Zudem fragt er, ob im Rahmen der Maßnahme auch Ladesäulen für Elektrofahrzeuge vorgesehen seien.

Bürgermeisterin Kerstin Wolf antwortet:

LED-Leuchten sind im Vergleich zu anderen Lichttechnologien am besten geeignet, diese Vorgabe zu erfüllen, denn LED-Licht lässt sich mit Reflektoren und Linsen besonders gut lenken, es kann einfach bedarfsgerecht geschaltet und gedimmt werden und LED-Leuchten gibt es mit insektenfreundlichen Lichtspektren.
Die Hersteller können die Leistungsklassen innerhalb der Leuchtenserien ebenfalls sehr fein abstufen. Somit ist die Maßgabe »So viel Licht wie nötig, so wenig Licht wie möglich!« einer der wesentlichen Bedingungen für eine insektenfreundliche Beleuchtung.

Um Insekten vor dem Verbrennen zu schützen, sollte die Oberflächentemperatur der Leuchten- gehäuse 60°C nicht übersteigen. Ein gut abgedichtetes Gehäuse verhindert, dass Tiere in die Leuchte eindringen und dort durch Hitze oder Verhungern sterben. Abdeckscheiben bzw. Abschlusswannen mit Prismenstruktur oder aus opalen Materialien treten als weithin sichtbare leuchtende Flächen in Erscheinung. Der NABU - Naturschutzbund Deutschland empfiehlt deshalb klare Werkstoffe für den unteren Abschluss des Leuchtengehäuses.
Dies erfüllen ebenfalls alle LED-Leuchten.

Dennoch ist eine explizite Aussage darüber, bei welchen Beleuchtungsstärken, Lichtverteilungen oder Kontrasten mit welcher Gefährdung von Tieren und Pflanzen zu rechnen ist, nicht möglich. Eine systematische Erforschung der Gefährdung von einzelnen Arten oder Artengruppen durch künstliches Licht ist noch nicht erfolgt. Oft sind übrigens nicht die Lichtemissionen alleine für das Verschwinden einer Art an einem bestimmten Ort verantwortlich. Vielmehr greifen viele Einflussfaktoren ineinander.

Die Stellung von Ladesäulen sind im Rahmen der Baumaßnahme nicht vorgesehen. Auch sind Lademöglichkeiten an Lichtmasten nicht geplant und aufgrund der Leitungsdimensionen für die LED-Beleuchtung nicht möglich.