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Datum: 13.08.2026

Großeinsatz im „Schwarzen Holz“: Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand

Seit Dienstag (11.08.) um 18.18 Uhr sind die Feuerwehren bei einem Großeinsatz im „Schwarzen Holz“ in Meßbach im Einsatz. Der Einsatz dauert an. Alle Informationen im Überblick:

14.00 Uhr: Stabiler Löscherfolg durch gemeinsame Zusammenarbeit - Wachsamkeit bleibt wegen Wind geboten

Der Großeinsatz zur Bekämpfung des Waldbrandes zeigt weiterhin zunehmenden Erfolg. Die Lage vor Ort ist stabil, und die Einsatzkräfte hoffen, die Kräfte in den Abendstunden reduzieren zu können. Dies hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Windes ab, der bei stärkerem Auftreten die Lage wieder verschlimmern könnte.

Herausfordernde Topografie und erfolgreicher Hubschraubereinsatz
​Die größte Herausforderung bleibt nach wie vor die Geländetopografie: Das betroffene Gebiet ist extrem schwer zugänglich und befindet sich in steiler Hanglage. Die Gesamtfläche des Brandherdes beläuft sich unverändert auf etwa 7 Hektar.

​Im Laufe des Tages kam es am Boden vereinzelt zu einer erneuten Rauchentwicklung und einer Neuaufflammung. Diese wurde jedoch umgehend durch den im Dauereinsatz befindlichen Hubschrauber entdeckt und konnte schnell durch die Kräfte am Boden bekämpft werden. Der Hubschrauber ist im Pendelverkehr im Einsatz: Nach jeweils zwei Stunden Flugzeit muss die Maschine zum Betanken landen.

​THW errichtet 2,3 Kilometer lange Wasserversorgung
​Dass schnell auf neue Brandherde reagiert werden kann, ist auch der stabilen Wasserversorgung zu verdanken, die das Technische Hilfswerk (THW) aufgebaut hat. Die eigens errichtete, 2,3 Kilometer lange Schlauchleitung sichert den ständigen Löschwasserbedarf vor Ort.

​Der Einsatz von Löschschaum ist in dem betroffenen Gebiet strengstens untersagt, da es sich um ein Wasserschutzgebiet handelt.

​Dank an Einsatzkräfte und Bevölkerung

​René Schreiter zieht ein positives Zwischenfazit zur engen Zusammenarbeit und betont die starke Unterstützung aus der Region:

​„Hier greift wirklich alles Hand in Hand mit den überörtlichen und örtlichen Kollegen aus der ganzen vogtländischen und überregionalen Feuerwehrfamilie sowie Rettungsdienst und THW. Auch der Kreisbrandmeister des Vogtlandkreises unterstützt regelmäßig persönlich vor Ort. Zudem erfahren wir eine riesige Unterstützung und große Dankbarkeit aus der Bevölkerung – dafür sind wir als Einsatzkräfte extrem dankbar.“

​Die Feuerwehr und alle beteiligten Organisationen bleiben weiterhin wachsam und im Einsatz, um den Brand endgültig unter Kontrolle zu bringen.

13.08.2026 

10.45 Uhr: Vollsperrung Unterlosaer Straße geplant, Hubschrauber wieder vor Ort

Auf der Verbindung zwischen Unterlosa und Taltitz, der Unterlosaer Straße, wurden durch das THW in der Nacht Leitungen über die Fahrbahn verlegt, um die Wasserversorgung von einem Teich in Taltitz bis zum Feld vor dem „Schwarzen Holz“ sicherzustellen. Die betroffene Straße war bisher nicht offiziell gesperrt. Nun wird eine entsprechende Vollsperrung eingerichtet. Dies betrifft den Bereich der Unterlosaer Straße bis zum Taltitzer Weg in Unterlosa. Die Bevölkerung wird darum gebeten, sich auf diese Sperrung einzustellen und Umfahrungen einzuplanen.

Aktuell ist auch wieder der Löschhubschrauber am Einsatzort eingetroffen.

13.08.2026 

07.00 Uhr: Aktueller Lagebericht zur Bekämpfung des Brandes im Bereich »Schwarzes Holz«

Ausdehnung stabilisiert – Brandbekämpfung im steilen Gelände dauert an

Lageentwicklung und Brandumfang

Die feuchtkalte Witterung in der Nacht zu Donnerstag hat das Einsatzgeschehen begünstigt. Den Einsatzkräften gelang es, eine weitere Ausbreitung des Feuers erfolgreich zu verhindern. Die betroffene Fläche bleibt stabil bei rund 7 Hektar.

Luftaufklärung und Wetterüberwachung

Die Drohne der Johanniter-Unfall-Hilfe fliegt durchgängig über dem Brandgebiet. Das Gebiet wird fortlaufend mittels Optik- und Wärmebildkameras aus der Luft auf Glutnester überprüft.

Wetter- und Windprognosen werden kontinuierlich ausgewertet, um auf etwaige Winddrehungen unverzüglich reagieren zu können.

Einsatz von Löschhubschraubern

Aufgrund der unwegsamen Hanglage wird die Brandbekämpfung ab voraussichtlich 9 Uhr durch den Einsatz eines Löschhubschraubers aus der Luft unterstützt. Um die Mittagszeit ist der Anflug eines zweiten Löschhubschraubers vorgesehen.

Herausforderungen und Bodenbekämpfung

Die Löscharbeiten gestalten sich anspruchsvoll. Das Brandgebiet liegt an einem steilen Hang und weist durch vorangegangene Renaturierungsmaßnahmen einen hohen Bestand an Boden- und Totholz auf.

Trinkwasserschutzgebiet: Da sich das Areal in einem Trinkwasserschutzgebiet befindet, darf kein Löschschaum eingesetzt werden. Die Bekämpfung erfolgt ausschließlich mit Wasser und per Handarbeit.

  • Wasserversorgung (THW): Das Technische Hilfswerk (THW) hat in der Nacht eine ca. 2,5 Kilometer lange, feste Wasserversorgungsleitung von einem Teich in Talitz bis zum Feld vor dem „Schwarzen Holz“ (aus Richtung Unterlosa) aufgebaut. Hierzu waren rund 50 Einsatzkräfte aus drei Zügen der THW-Fachgruppe Wasser im Einsatz.

  • Handarbeit im Gelände (Feuerwehr): Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr arbeiteten in der Nacht im Fußtrupp-Einsatz direkt im Brandgebiet. Ausgerüstet mit Hacken, Schaufeln und Löschrucksäcken wurden Bäume beseitigt und Glutnester im Boden manuell freigelegt und abgelöscht. Zur Aufrechterhaltung der Arbeiten wurden weitere Löschrucksäcke nachgefordert.

Tagesziel und weiteres Vorgehen

Der Schwerpunkteinsatz am heutigen Tag umfasst folgende Maßnahmen:

  • Gezieltes Aufspüren weiterer verdeckter Glutnester mittels Wärmebilddaten.

  • Durchführung intensiver Löscharbeiten in der Tiefe des Waldbodens.

  • Konsequentes Verhindern eines erneuten Aufflammens des Feuers.

Eingesetzte Kräfte

Zu Spitzenzeiten befinden sich rund 180 Personen im Einsatz. Neben der Plauener Berufsfeuerwehr und den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren unterstützen auch Feuerwehren aus Auerbach, Ruppertsgrün, Pausa, Treuen, Jocketa, Rautenkranz, Markneukirchen und Oelsnitz sowie das THW, die Polizei und der Rettungszweckverband die Brandbekämpfung.

Die Berufsfeuerwehr sichert den Wachschutz im Stadtgebiet parallel ab.

Gesundheit der Einsatzkräfte

Trotz der schweren körperlichen Belastung im Gelände sind keine schwerwiegenden Verletzungen zu beklagen. Zwei Einsatzkräfte wurden aufgrund leichter Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt. 

13.08.2026 


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Brand Meßbach August 2026