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Datum: 27.07.2026

Drachengrotte im Plauener Stadtpark erhält historisches Erscheinungsbild zurück

Die Drachengrotte im Plauener Stadtpark nimmt Schritt für Schritt wieder ihr historisches Erscheinungsbild an. Grundlage der Arbeiten sind historische Quellen sowie die enge Abstimmung zwischen der Stadt Plauen, dem Verein der Freunde Plauens und dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Historisch sind verschiedene Gestaltungsvarianten der Drachengrotte belegt – mit Findlingen allein oder mit einem Astwerkgeländer als Abgrenzung des Wasserbeckens. Die Stadt entschied sich für die Ausführung mit den Findlingen ohne Geländer. Bei einem Vor-Ort-Termin im Oktober 2025 wurde gemeinsam festgelegt, die vollständig im Wasserbecken liegenden Findlinge zu bergen, während der steinerne Randbereich in Richtung des Drachen an seinem ursprünglichen Standort erhalten bleibt. Die neue Anordnung der Steine orientiert sich an historischen Postkarten und Fotos.

Im Frühjahr 2026 begannen die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes mit der Umsetzung. Die Findlinge wurden aus dem Wasserbecken gehoben, gereinigt und bei Bedarf mit gleichartigem Gestein aus dem Bestand des Bauhofes ergänzt. Anschließend erfolgte die Aufstellung nach historischem Vorbild. Bei einem gemeinsamen Abnahmetermin im Juni wurden die Probestellung der Steine begutachtet sowie weitere Details zur Verankerung und zur Ergänzung mit standortgerechten Staudenpflanzungen abgestimmt.

„Parallel dazu konnten die Mitarbeiter des Bauhofes auch bei der historischen Wasserversorgung der Drachengrotte Fortschritte erzielen. Im Rahmen ihrer Untersuchungen gelang es, Teile des ursprünglichen Leitungssystems nachzuvollziehen und teilweise wiederherzustellen. Durch die Instandsetzung einzelner Leitungsabschnitte konnte der Wasserzulauf bereits verbessert werden“, so Marcel Uebel, Fachgebietsleiter Stadtwirtschaft.

Im Zuge der anstehenden Kompostumsetzung sollen die historischen Leitungen zusätzlich gespült werden. Dadurch soll der Wasserzufluss zur Drachengrotte weiter optimiert werden.

„Die genaue Quelle der historischen Wasserversorgung konnte bislang noch nicht eindeutig ermittelt werden. Die Nachforschungen werden deshalb fortgesetzt, um das historische Leitungssystem möglichst vollständig zu erfassen und weiter instand zu setzen“, so Marcel Uebel.

Im Verlauf des Sommers werden die abgestimmten Maßnahmen an der Drachengrotte weiter durch die Mitarbeiter des Bauhofs fortgesetzt und in Eigenleistung ausgeführt.

Bild vergrößern: historische Postkarte, Drachengrotte im Kaiser Wilhelm Hain - gelaufen 1902 Privatbesitz
historische Postkarte, Drachengrotte im Kaiser Wilhelm Hain - gelaufen 1902