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Datum: 19.08.2026

Abschlussmeldung zum Waldbrand im »Schwarzen Holz«

Die Feuerwehr hat die Löscharbeiten im Bereich des »Schwarzen Holzes« beendet. In Abstimmung mit dem Waldbesitzer wird die Situation weiterhin kontrolliert, um bei Bedarf kurzfristig eingreifen zu können.
Der Waldbesitzer führt derzeit die Beräumung des betroffenen Waldgebietes fort und beseitigt entstandene Schäden. Dabei kommt auch schweres Forstgerät zum Einsatz. Da die Arbeiten im Waldgebiet weiterhin andauern, bleibt die Allgemeinverfügung des Landkreises zum Betretungsverbot des »Schwarzen Holzes« bis auf Weiteres in Kraft. Das Betreten des Waldgebietes ist aus Sicherheitsgründen weiterhin untersagt.

Für die Feuerwehr ist der Einsatz damit noch nicht vollständig abgeschlossen. Der Rückbau der eingesetzten Technik sowie die Reinigung und Wartung des umfangreichen Materials werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Video vom 16. August 2026 wird erläutert, welche Arbeiten nach dem Ende der eigentlichen Löscharbeiten noch notwendig sind. Zudem danken Oberbürgermeister Steffen Zenner und der Waldbesitzer darin allen beteiligten Einsatzkräften und Unterstützern für ihren Einsatz.

https://www.youtube.com/watch?v=tn8LuacLKlo

Dank an Einsatzkräfte:
Oberbürgermeister Steffen Zenner hob den gemeinsamen Einsatz aller Beteiligten hervor: »Ein großes Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern vor Ort - ob von den Freiwilligen Feuerwehren, der Berufsfeuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Katastrophenschutz, dem Rettungsdienst, der Polizei oder dem Kreisbrandmeister des Vogtlandkreises. Diese Sonderlage zeigt einmal mehr, wie wichtig das behördenübergreifende Zusammenspiel in solchen Situationen ist. Die Witterung mit Wind und hohen Temperaturen stellte bei der Brandbekämpfung eine Anforderung dar, die nur gemeinsam bewältigt werden konnte."

Hintergrund:
Am 11. August um 18.18 Uhr ging bei der Feuerwehr Plauen ein Alarm zu einem Vegetationsbrand im Bereich des Touristenwegs in Meßbach ein. Schon kurze Zeit später stellte sich heraus, dass dieser Einsatz im »Schwarzen Holz« länger andauern würde. Neben den andauernden Löscharbeiten wurde zur Erkundung des betroffenen Bereichs auch eine Drohne der Johanniter eingesetzt. Die Flammen hatten sich insgesamt auf eine Fläche von etwa sieben Hektar ausgebreitet. Sämtliche Freiwillige Feuerwehren der Stadt Plauen und der umliegenden Orte wurden nachalarmiert. Zum Höhepunkt waren etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort und kämpften Tag und Nacht gegen ein weiteres Ausbreiten des Feuers. Auch das Technische Hilfswerk unterstützte die Einsatzarbeiten.

Aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit des Geländes war die Brandbekämpfung am Boden eine Herausforderung. Am 12. August unterstützten zwei Löschhubschrauber, die Wasser aus der Talsperre Pirk aufnahmen, die Löscharbeiten. An Tag drei des Einsatzes war ein Hubschrauber im Einsatz und die Brandbekämpfung zeigte weiter Erfolge, sodass das Feuer unter Kontrolle gehalten werden konnte. Da der Boden noch sehr heiß war, dauerten die Löscharbeiten dennoch weiter an. Immer wieder kam es zu Glutnestern, die wieder aufflammten. Zur Bekämpfung dieser Brandherde wurde zusätzliche Technik - darunter Löschrucksäcke und Einreißhaken - aus benachbarten Landkreisen nachgefordert.

Das THW baute eine stabile Löschwasserversorgung mit einer etwa 2,3 Kilometer langen Leitung auf, um die Versorgung an den Brandstellen zu sichern.

Die Drohne der Johanniter-Unfall-Hilfe flog durchgängig über dem Brandgebiet, um das Gebiet fortlaufend mittels Optik- und Wärmebildkameras aus der Luft auf Glutnester zu überprüfen.

Die Lage stabilisierte sich allmählich immer weiter. Auch aus anderen Landkreisen gab es Unterstützung, beispielsweise durch Kreisregner aus dem Landkreis Bautzen. Um effizient gegen Glutnester vorzugehen, wurden Luft- und Bodeneinsatz eng miteinander verknüpft: Kontrolle aus der Luft, flexibler Regner-Einsatz und harter körperlicher Bodeneinsatz der Einsatzkräfte. Ab Tag vier kamen ein Forstrückegerät sowie eine Bodenfräse zum Einsatz, sodass kontinuierlich Seitenränder und auch tief brennendes Material wie Baumstümpfe beseitigt und liquidiert werden konnten. Die Anzahl der Einsatzkräfte konnte allmählich reduziert werden. Die Witterung mit einsetzendem Regen ab dem Abend des 16. Augusts wurde als positive Entwicklung bewertet.

Der operative Schwerpunkt hatte sich vollständig auf die Nachsorge und die Aufräumarbeiten verlagert. Da das Risiko von verbleibenden Glutnestern oder potenziellen neuen Einsatzlagen - bedingt durch die anhaltende Trockenheit der Vormonate - weiterhin besteht, bleibt das Gebiet vorerst unter Beobachtung.

Eingesetzte Kräfte:
o Freiwillige Feuerwehr Großfriesen
o Freiwillige Feuerwehr Jößnitz
o Freiwillige Feuerwehr Kauschwitz
o Freiwillige Feuerwehr Plauen Stadtmitte
o Freiwillige Feuerwehr Stöckigt
o Freiwillige Feuerwehr Straßberg-Neundorf
o Freiwillige Feuerwehr Thiergarten
o Freiwillige Feuerwehr Zwoschwitz
o Berufsfeuerwehr Plauen

o Freiwillige Feuerwehr Adorf
o Freiwillige Feuerwehr Auerbach/Vogtland
o Freiwillige Feuerwehr Bad Elster
o Freiwillige Feuerwehr Eichigt
o Freiwillige Feuerwehr Falkenstein
o Freiwillige Feuerwehr Klingenthal
o Freiwillige Feuerwehr Markneukirchen
o Freiwillige Feuerwehr Muldenhammer
o Freiwillige Feuerwehr Neumark
o Freiwillige Feuerwehr Oelsnitz/Vogtland
o Freiwillige Feuerwehr Pausa
o Freiwillige Feuerwehr Pöhl
o Freiwillige Feuerwehr Rosenbach-Mehltheuer
o Freiwillige Feuerwehr Treuen
o Freiwillige Feuerwehr Zeulenroda

o Johanniter
o Polizei Sachsen
o Rettungszweckverband Südwestsachsen
o Rettungsdienst Falck
o Sächsisches Staatsministerium des Innern
o Technisches Hilfswerk (verschiedene regionale Einheiten)
o Vogtlandkreis
o Wasserwacht Pirk