Sicherer Schulweg für Kinder - Schlossgebiet wird Tempo-30-Zone
Der Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung (8. September) einstimmig zugestimmt, im Schlossgebiet künftig eine einheitliche Tempo-30-Zone auszuweisen. Damit wird eine Forderung aus der Einwohnerversammlung Stadtmitte vom 2. Juni 2025 sowie von Anwohnern mit Kindern umgesetzt. Auch der Verkehrsentwicklungsplan empfiehlt die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in diesem Bereich. In der Diskussion zum Verkehrsentwicklungsplan wurde durch einen Einzelantrag beschlossen, dass neue Tempo-30-Zonen einer Einzelfallprüfung zu unterziehen sind.Nach einer fachlichen Prüfung und Abwägung der Vor- und Nachteile befürworten die Stadtverwaltung und die Verkehrspolizei die Einrichtung der Tempo-30-Zone.
In seiner Sitzung vom 24. August hatte der Stadtbau- und Umweltausschuss bereits einstimmig für dieses Vorhaben gestimmt. Am 8. September folgte die endgültige Abstimmung im Stadtrat.
Das Gebiet wird begrenzt durch die Bahnhofstraße, die Jößnitzer Straße, die Kaiserstraße, die Lindenstraße und Hradschin. Ein wesentlicher Grund, der für die Ausweisung als Tempo-30-Zone spricht, ist die Verkehrssicherheit von Kindern. Im Gebiet befindet sich die Grundschule Karl-Marx mit rund 400 Schülerinnen und Schülern. Auf ihrem Schulweg sind diese auf nahezu allen Straßen des Wohngebietes unterwegs und müssen dabei mehrere Straßenkreuzungen überqueren. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich zudem der Kindergarten Pusteblume. Weitere Einrichtungen sind der Aspida-Pflegecampus, die Seniorenresidenz an der Rädelstraße sowie die Duale Hochschule.
Die neue Regelung sorgt außerdem für eine übersichtlichere Verkehrsführung. Derzeit gelten im Gebiet unterschiedliche Regelungen mit Tempo 50, Tempo-30-Strecken, einer Tempo-20-Zone, einzelnen Vorfahrtsregelungen sowie »rechts vor links«. Durch die einheitliche Tempo-30-Zone kann die Verkehrssituation übersichtlicher gestaltet werden.
Die geringere Geschwindigkeit soll zudem dazu beitragen, das Unfallrisiko zu senken und die subjektive Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu erhöhen. Sichere Schulwege können dazu beitragen, dass mehr Kinder ihren Schulweg selbstständig zu Fuß zurücklegen.
Eine geringfügige Änderung ergibt sich für die bisherige Tempo-20-Zone auf der Forststraße. Dort könnte künftig etwas schneller gefahren werden. Aufgrund der baulichen Gestaltung durch Baumpflanzungen und die rechts und links versetzt angeordneten Stellflächen auf der Forststraße ist es jedoch kaum möglich, schneller zu fahren.
Mit der erfolgten Zustimmung des Stadtrates wird nun unmittelbar mit der Einrichtung und Beschilderung der Tempo-30-Zone begonnen.