Inhalt
Datum: 13.08.2026

Update Großeinsatz im »Schwarzen Holz«: Aktueller Lagebericht zur Bekämpfung des Brandes im Bereich »Schwarzes Holz«

Ausdehnung stabilisiert - Brandbekämpfung im steilen Gelände dauert an

Lageentwicklung und Brandumfang

Die feuchtkalte Witterung in der Nacht zu Donnerstag hat das Einsatzgeschehen begünstigt. Den Einsatzkräften gelang es, eine weitere Ausbreitung des Feuers erfolgreich zu verhindern. Die betroffene Fläche bleibt stabil bei rund 7 Hektar.

Luftaufklärung und Wetterüberwachung

Die Drohne der Johanniter-Unfall-Hilfe fliegt durchgängig über dem Brandgebiet. Das Gebiet wird fortlaufend mittels Optik- und Wärmebildkameras aus der Luft auf Glutnester überprüft.

Wetter- und Windprognosen werden kontinuierlich ausgewertet, um auf etwaige Winddrehungen unverzüglich reagieren zu können.

Einsatz von Löschhubschraubern

Aufgrund der unwegsamen Hanglage wird die Brandbekämpfung ab voraussichtlich 9 Uhr durch den Einsatz eines Löschhubschraubers aus der Luft unterstützt. Um die Mittagszeit ist der Anflug eines zweiten Löschhubschraubers vorgesehen.

Herausforderungen und Bodenbekämpfung

Die Löscharbeiten gestalten sich anspruchsvoll. Das Brandgebiet liegt an einem steilen Hang und weist durch vorangegangene Renaturierungsmaßnahmen einen hohen Bestand an Boden- und Totholz auf.

Trinkwasserschutzgebiet: Da sich das Areal in einem Trinkwasserschutzgebiet befindet, darf kein Löschschaum eingesetzt werden. Die Bekämpfung erfolgt ausschließlich mit Wasser und per Handarbeit.

- Wasserversorgung (THW): Das Technische Hilfswerk (THW) hat in der Nacht eine ca. 2,5 Kilometer lange, feste Wasserversorgungsleitung von einem Teich in Talitz bis zum Feld vor dem »Schwarzen Holz« (aus Richtung Unterlosa) aufgebaut. Hierzu waren rund 50 Einsatzkräfte aus drei Zügen der THW-Fachgruppe Wasser im Einsatz.

- Handarbeit im Gelände (Feuerwehr): Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr arbeiteten in der Nacht im Fußtrupp-Einsatz direkt im Brandgebiet. Ausgerüstet mit Hacken, Schaufeln und Löschrucksäcken wurden Bäume beseitigt und Glutnester im Boden manuell freigelegt und abgelöscht. Zur Aufrechterhaltung der Arbeiten wurden weitere Löschrucksäcke nachgefordert.

Tagesziel und weiteres Vorgehen

Der Schwerpunkteinsatz am heutigen Tag umfasst folgende Maßnahmen:

- Gezieltes Aufspüren weiterer verdeckter Glutnester mittels Wärmebilddaten.
- Durchführung intensiver Löscharbeiten in der Tiefe des Waldbodens.
- Konsequentes Verhindern eines erneuten Aufflammens des Feuers.

Eingesetzte Kräfte

Zu Spitzenzeiten befinden sich rund 180 Personen im Einsatz. Neben der Plauener Berufsfeuerwehr und den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren unterstützen auch Feuerwehren aus Auerbach, Ruppertsgrün, Pausa, Treuen, Jocketa, Rautenkranz, Markneukirchen und Oelsnitz sowie das THW, die Polizei und der Rettungszweckverband die Brandbekämpfung.

Die Berufsfeuerwehr sichert den Wachschutz im Stadtgebiet parallel ab.

Gesundheit der Einsatzkräfte

Trotz der schweren körperlichen Belastung im Gelände sind keine schwerwiegenden Verletzungen zu beklagen. Zwei Einsatzkräfte wurden aufgrund leichter Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt.