Versteckter Stadtbach kehrt zurück ans Tageslicht: 1,7 Millionen Euro Fördermittel für die Syra in Plauen
Die Landesdirektion Sachsen hat der Stadt Plauen 1,7 Millionen Euro Fördermittel genehmigt, um die Syra in der Innenstadt wieder sichtbar zu machen. Insgesamt kostet dieses Projekt rund 1,9 Millionen Euro. Davon werden 90 Prozent durch den Freistaat Sachsen nach der Fördermittelrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz finanziert. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.Am heutigen Donnerstag (13. August) hat der Präsident der Landesdirektion Sachsen Béla Bélafi den finalen Fördermittelbescheid an Oberbürgermeister Steffen Zenner überreicht. »Dieses wichtige Signal, dass wir eine weitere Aufstockung der Fördermittel erreichen konnten, unterstreicht, wie relevant das Projekt ist und dass dies auch durch die Landesdirektion mit getragen wird«, so Oberbürgermeister Steffen Zenner.
Insgesamt erhält Plauen für das Projekt rund 1,7 Millionen Euro Fördermittel. Ein erster Teil in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro wurde der Stadt bereits mit Bescheid vom 19.06.2026 zugewiesen. Nun folgte der restliche Teil mit der Übergabe vor Ort durch den Präsidenten der Landesdirektion, Béla Bélafi.
Die Stadt Plauen plant, den derzeitig unter Asphalt und Beton verborgenen Syrabach zwischen Melanchthonstraße und Theaterstraße auf einer Länge von 125 Metern freizulegen. Anschließend werden der Bach und seine Umgebung naturnah gestaltet. »Wo heute noch versiegelte Flächen liegen, wird künftig wieder Natur entstehen. Mitten im Stadtzentrum lädt dann eine grüne Oase zum Erholen ein«, freute sich Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen. Für die Umsetzung werden Asphalt und Beton entfernt, die Ufer begrünt und mit Bäumen sowie Sträuchern bepflanzt.
Bereits abgeschlossen ist die Beseitigung von Altlasten einer ehemaligen Tankstelle. Die Sanierung wurde mit Fördermitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen unterstützt und schafft nun die Voraussetzungen für die Freilegung der Syra.
»Die Freilegung der Syra im Stadtzentrum wird den Bereich zwischen Melanchthonstraße und Theaterstraße optisch aufwerten und ein weiteres Fleckchen Natur in die Innenstadt bringen. Wir sind dankbar für die Fördermittel, ohne die weder die Beseitigung der Altlasten noch die eigentliche Freilegung der Syra möglich gewesen wären«, so Oberbürgermeister Steffen Zenner.
Von dem Vorhaben profitiert nicht nur die Stadt, sondern vor allem auch die Natur: Durch die Freilegung der Syra wird neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. Der Bach wird mit einem natürlichen, leicht geschwungenen Verlauf gestaltet. Unterschiedlich tiefe Bereiche und kleine Wasserbecken sorgen für abwechslungsreiche Lebensräume und fördern die Artenvielfalt.
Das Syratal verläuft aus westlicher Richtung durch das Stadtzentrum von Plauen und dient als Naherholungsraum. Die Syra fließt im bebauten Bereich größtenteils unterirdisch und mündet am Neustadtplatz in die Weiße Elster.