Vortrag und Ausstellung zur jüdischen Geschichte in Plauen
Jüdisches Leben, jüdische Kultur und dessen Geschichte sind ein selbstverständlicher Teil der sächsischen Gesellschaft und Kulturlandschaft sowie der Lokal- und Regionalgeschichte. Im »Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« stellt auch das Vogtlandmuseum Plauen die jüdische Kultur besonders heraus.»Zeitzeugen sind bereits jetzt schon immer schwieriger zu finden. Daher ist es umso wichtiger, die Erinnerungen an das Jüdische Leben in Plauen weiter zu stärken und vor allem Vorurteile abzubauen. Aus der Geschichte sollte Jung sowie Alt stets lernen und den Weg für ein Miteinander finden«, so Bürgermeister Tobias Kämpf.
Zum »Tag des offenen Denkmals« am 13. September hält Dr. Martin Salesch um 11 Uhr einen weiteren Vortrag zu diesem Thema im Festsaal des Vogtlandmuseums. Der Eintritt ist frei. Anhand des Romans »Der Reisende« von Ulrich Alexander Boschwitz, der direkt nach der Pogromnacht 1938 geschrieben wurde, stellt Dr. Martin Salesch Vorgeschichte, Ablauf und Folgen der Ereignisse in Plauen dar. Die Zerstörung der Synagoge war 1938 sicherlich der prägnanteste Teil der Schikanen auf die noch verbliebenen Juden, doch Inhaftierungen, Deportationen sowie Raub und Vernichtung jüdischen Eigentums begleiteten die Ereignisse in erschreckender Intensität.
Gemeinsam mit dem Stadtarchiv Plauen zeigt das Vogtlandmuseum zudem in einer Vitrinenausstellung vom 1. September bis zum 15. November Relikte jüdischen Lebens. Nur wenige Reste der jüdischen Kultur konnten im Archiv und Museum gesammelt und bewahrt werden. Sie dienen aber als Grundlagen für die weitere Forschung und Erinnerung, beispielsweise in der Einrichtung eines Gedenkortes am letzten sichtbaren Überbleibsel der einstigen Plauener Synagoge.
Alle Informationen zum Vogtlandmuseum gibt es unter www.vogtlandmuseum-plauen.de